Richtfest am Kolumbarium

Vergangenen Freitag wurde am „Kolumbarium“, der Urnenkirche auf dem Schulhügel in Ramstein, Richtfest gefeiert, im kleinen Rahmen, ohne Beteiligung der Öffentlichkeit und bei strahlendem Sonnenschein. Das Richtbäumchen, geschmückt mit bunten Bändern, bildete den Hintergrund als Zimmermann Mark Leis mit einem kurzen und knappen Richtspruch das Handwerk lobte und dem Kirchenbau weiterhin gutes Gelingen und Gottes Segen wünschte. Das mit Wein gefüllte zerschmetterte Glas beendete das symbolische Ritual. Bauherren sind die Eheleute Dr. Werner und Maria Heinrich. Für Unterhalt und Pflege der Urnenkirche haben sie die Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Namen„Stiftung Kolumbarium Urnenkirche“ mit Sitz in Ramstein-Miesenbach gegründet, die im Dezember 2020 von der ADD anerkannt wurde. Durch den Verkauf von Anwartschaften für die zeitliche Nutzung einer Urnengrabstelle in der Urnenkirche finanziert sich das Kolumbarium eigenständig. Etwaige Überschüsse aus dem Verkauf der Anwartschaften sollen für wohltätige Zwecke in der Stadt und der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach verwendet werden. Zustiftungen und Spenden sind ebenfalls möglich. Wie Bürgermeister Ralf Hechler bei der Begrüßung betonte, befindet sich der Neubau auf historischem Boden. Bis 1903 befand sich hier die katholische Kirche von Ramstein und bis Ende des 19. Jahrhunderts wurden in der heutigen Parkanlage die Verstorbenen der Pfarrei beigesetzt. Die alte, 1724 geweihte Kirche ist auch architektonisches Vorbild für die Urnenkirche in den Maßen 35 mal 12 Meter. Hechler bedankte sich beim Ehepaar Heinrich für die mutige Entscheidung zum Bau des Kolumbariums. Dem Nutzungsvertrag zwischen Stiftung und Stadt hatte der Stadtrat im Juli zugestimmt. Der Vertrag regelt neben den Gebühren auch die finanziellen und funktionalen Zuständigkeiten bei Investitions- und Unterhaltskosten. Dr. Werner Heinrich nutzte die Gelegenheit, um den Handwerkern und allen am Bau Beteiligten für die bisherige Arbeit zu danken. Nachdem anhaltender Regen den Beginn der Baumaßnahme verzögerte, musste nach Abschluss des Rohbaus wegen Materialmangels eine Pause eingelegt werden. Nun könne auch den Innenausbau beginnen. In einem ersten Schritt sollen rund 700 Urnenplätze zur Verfügung stehen. Erweiterungen seien vorgesehen. Bis zum Frühjahr 2022 sollen die ersten Urnenbestattungen möglich sein.