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Der Grundstein für Urnenkirche in Ramstein ist gelegt

April 8, 2021

Der Grundstein für Urnenkirche in Ramstein ist gelegt

Der Grundstein für das „Kolumbarium“, die Urnenkirche auf dem Schulhügel in Ramstein ist gelegt. Im ganz kleinen Rahmen, ohne Beteiligung der Öffentlichkeit, musste die Zeremonie vergangene Woche auf dem Gelände des ehemaligen Friedhofs bei strahlendem Sonnenschein stattfinden.
Aufgrund der Witterung konnte Bauunternehmer Jürgen Wiehn mit den Arbeiten erst Ende Januar beginnen. Allerdings hatten die Bauherren Dr. Werner Heinrich und seine Frau Maria einige Jahre auf diesen Moment warten müssen. Viele Hürden taten sich auf: Angefangen mit der Untersuchung des Baum- und Tierbestandes bis zum Umweltgutachten und der Änderung des Flächennutzungsplanes des alten Friedhofes mit den damit verbunden Rückfragen bei mehr als 30 Behörden. Der Stadtrat von Ramstein-Miesenbach gab mit großer Mehrheit seine Zustimmung zu dem Projekt. Nach einer sechs monatigen Prüfung wurde im März 2020 die Baugenehmigung erteilt. Weitere sieben Monate dauerte es bis zur Genehmigung von Urnenbestattungen auf dem Gelände des ehemaligen Friedhofes durch die Kreisverwaltung Kaiserslautern.

Nun sind die Fundamente gelegt und der Hochbau läuft bereits auf Hochtouren. Wenn die Baufirma zügig dran bleiben kann, könnte bereits im Juni mit den Dacharbeiten begonnen und bald das Richtfest, dann, wenn möglich, im größeren Rahmen, gefeiert werden. Das Baufenster für die Urnenkirche hat eine Größe von 35 mal 12 Meter, der Turm soll 23 Meter hoch in den Himmel ragen. Vorbild für die Architektur ist die frühere, 1903 abgetragene katholische Kirche von Ramstein, die viele Jahrhunderte an gleicher Stelle stand.

Der Unterhalt und die Pflege der Urnenkirche wird über die eigens von den Eheleuten Heinrich gegründete „Stiftung Kolumbarium Urnenkirche“ finanziert. Kurz vor dem Weihnachtsfest im vergangenen Jahr wurde die Stiftung von der Aufsichts- und Dienstleis- tungsdirektion Trier anerkannt. Die Baukosten übernehmen die Eheleute, so dass der Stadt keine Kosten entstehen. Überschüsse aus der Kolumbarium-Stiftung sollen an die „Bürgerstiftung Bündnis für Familien“ der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach ausgeschüttet werden, die unter anderem das Mehrgenerationenhaus in Ramstein unterhält und verschiedene Projekte für Kinder und Familien unterstützt.

Bürgermeister Ralf Hechler übernahm gemeinsam mit Werner Heinrich das Befüllen der Zeitkapsel für den Grundstein. Neben der kunstvoll gestalteten Urkunde, die Hechler verlas, wurde der Grundstein mit Bauplänen, Fotos, Münzen, Amtsblatt und Tageszeitung sowie einem Aufsatz des Bauherrn über die frühere Kirche gefüllt. Heinrich bedankte sich bei allen Beteiligten für die Umsetzung des Projektes, das zunächst für rund 700 Urnengrabstellen Platz bietet. Bürger- meister Hechler erinnerte daran, dass das interessante und regional einmalige Bauvorhaben letztendlich auch den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt zugutekommen werde und wünschte weiterhin viel Erfolg bei der Umsetzung.


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